Rückblick 2010

zu den Konzerten mit Sherman Noir

zu den Sommerkonzerten

zum Brahms Requiem

zum kleinen Weihnachtskonzert

 

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                                                       Resümee


Die Fußball WM in Südafrika ist vorüber, Deutschland hat sich den dritten Platz erkämpft und auch das Orchester hat sich durch eine "heiße" Zeit gekämpft. In dem vergangenen Halbjahr 2010 haben viele von uns schon vier Konzerte gespielt, was ungewöhnlich ist. Wir sind zwar nicht verreist - das steht erst wieder im nächsten Jahr auf dem Programm - aber die Streicher haben als "The John Lennon Lennon Memorial Orchestra" (JLMO) Sherman Noir zu zwei Konzerten begleitet.

Und dann haben wir ja noch die traditionellen Sommerkonzerte gespielt, allerdings unter sehr ungewöhnlichen Umständen, wie später noch zu lesen ist...

Im November wurde ein Wunsch des Dirigenten Mathis und vieler Orchestermitglieder wahr: Es kam zur Aufführung
eines der größten Werke der Romantik: J.Brahms: Ein Deutsches Requiem. Dieses Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Kantorei des Evangelischen Johannesstifts unter der Leitung von Jürgen Lindner erarbeitet. Aufführungsorte waren die Jesus-Christus-Kirche in Berlin-Dahlem und die Grunewaldkirche in Grunewald.

Im Dezember gab es ein kleines Weihnachtskonzert am 3. Adventsonntag. Die Programme der Konzerte sahen dieses Jahr also wie folgt aus:

       Sommerkonzerte

 

       Filmmusiken aus: Titanic, Harry Potter, Der Herr der Ringe, Psycho, 

                               Jurassic-Park und Fluch der Karibik

       Prokofjew:          Peter und der Wolf, ein musikalisches Märchen

 

 

       November-Konzerte

 

       J.Brahms:          Ein Deutsches Requiem

 

 

       Weihnachtskonzert


       Telemann:          Konzert in A-Dur für Flöte, Violine, Violoncello,

                               Streichorchester und Basso Continuo, TWV 53:A2
       W.A.Mozart:       Boureé für 2. Violine
       A.Corelli:            Concerto grosso in g-moll op.6 No 8 

                               (”Weihnachtskonzert”) 

 

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                           Die Konzerte mit Sherman Noir - ein Rückblick

Irgendwann im Frühjahr dieses Jahres kam Mathis mit einem Vorschlag: "Es sei schon so lange her, dass die Streicher des Orchester als JLMO aufgetreten sind. Sherman und Mathis können sich also vorstellen, dass wir sie bei zwei Konzerten begleiten. Auf dem Programm steht "The Demons & Diamonds Symphony". Gesagt getan, viele wollten mitmachen und so wurden die Noten verteilt, geübt und geprobt.

Am Samstag, dem 8. Mai 2010 trafen wir uns alle rechtzeitig in der Nähe der Bühne auf dem Residenzstraßenfest. Von der Bühne erklangen alte Rocksongs, gespielt von einer Rockband. Wir vertreiben uns die Zeit bis zum Auftritt.
Endlich beginnt der erforderliche Bühnenumbau, schließlich wollen ja zwei Solisten, ein großes Streichorchester und der Jugendchor aus der Eckener-Schule in Tempelhof untergebracht werden. Alles in allem so fast an die 100 Musiker und somit keine einfache Aufgabe für die Organisatoren. Auch für Reinickendorf ein in dieser Form noch nie dagewesener Auftritt.

Für die Streicher war schwarze Kleidung angesagt, für den Chor "hippig". Leider hatte wohl kaum jemand damit gerechnet, dass es so kalt werden würde... Und so haben wir schon arg gefroren, bis Bühnenorganisation und Soundcheck erledigt waren und das Konzert gegen 21:00 Uhr begann. Alles in allem haben wir bis gegen 23:00 Uhr gespielt und das Publikum hatte seine sichtliche Freude.

Das Konzert wurde in ähnlicher Form in der Freiluftbühne an der Zitadelle in Spandau am Samstag dem 26. Juni 2010 wiederholt. Das Wetter war diesmal richtig gut und so trafen wir uns bereits um 17:00 Uhr zum Soundcheck .Viel Zeit, um alles gemütlich für das Konzert, welches nach 19:30 Uhr beginnen sollte, vorzubereiten. Der Wettergott hatte Erbarmen mit uns und so erlebten wir ein tolles und sehr stimmungsvolles Konzert in der Freiluftbühne.

Was kann man sonst noch sagen? Es hat allen gut gefallen und viel Spaß gemacht! Eigentlich hat nur noch ein kleines Feuerwerk zum Abschluß gefehlt! Ein paar Bilder sind in der Bildergalerie zu sehen.

 

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                 Fußball-WM und die Sommerkonzerte 2010 - ein Rückblick


Mit den nahenden Sommerkonzerten und der in Südafrika stattfindenden Fußball-WM wurde uns erst ziemlich spät bewusst, dass wir ein Problem bekommen könnten. Und tatsächlich trafen unsere schlimmsten Befürchtungen ein! Ausgerechnet am Samstag, dem 03. Juli 2010 mußte Deutschland um 16:00 Uhr gegen Argentinien antreten und um 17:00 Uhr sollte unser Konzert in der Spandauer Zufluchtskirche stattfinden...

Grandios geplant, aber wer konnte schon ahnen, dass "Unsere Jungs" so weit kommen würden? Was tun? Wollten doch viele von uns das Fußballspiel sehen und notfalls gar kein Konzert spielen... Aber auf der anderen Seite würden bestimmt viele Zuhörer um 17:00 Uhr voller Erwartung zu unserem Konzert kommen.

Mathis löste das Problem: Im Vorraum zur Kirchenkapelle wurde kurzerhand eine große Leinwand mit Beamer, Verstärker und Stühlen aufgebaut sowie die Anspielprobe vorverlegt. Um 16:00 Uhr, fast rechtzeitig zum Anpfiff, saßen dann fast alle vor der Leinwand und unterstützten lautstark unsere Mannschaft. Halbzeit 16:45 Uhr, Spielstand 1:0 für Deutschland. Wie wird es weitergehen ???

Nicht nur mit dem Fußballspiel sondern auch mit unserem Konzert, welches um 17:00 Uhr beginnen soll, also exakt in der zweiten Halbzeit!? Es kommen tatsächlich die ersten Zuhörer und die Kirche füllt sich relativ gut. Also beginnen wir wie geplant um 17:00 Uhr das Konzert. Allerdings beginnen wir mit "Peter und der Wolf" und nicht mit den Filmmusiken, weil diese wesentlich länger dauern! So haben wir ja vielleicht noch Gelegenheit, den Rest des Spieles oder die Verlängerung zu sehen...

Zwischenzeitlich ertönt Jubel aus dem Vorraum. Einige Zuhörer und Begleitpersonen haben es vorgezogen, sich dem public viewing zu widmen. Musiker rutschen nervös auf ihren Stühlen umher. Was ist blos los??? Dazu noch die fast unerträgliche Hitze in der Kirche, die Zuhörer und Musiker ordentlich in´s Schwitzen brachte. (Die Außentemperatur stand seit Tagen zur Nachmittagszeit um mehr als 30 Grad Celsius.) Und dazu die Ungewissheit! Peter hatte gerade den Wolf angeseilt, die Jäger kommen aus dem Wald und wollen auf den Wolf schießen, als draußen Mengen von Böllern losgehen. Die Schüsse der Jäger, die große Pauke und Trommel, verhallen nahezu ungehört, weil die Böller von draußen lauter sind. Jubel ertönt, wie wir später erfahren, hat Deutschland just in diesem Moment das dritte Tor geschossen. Und wir sind immer noch nicht fertig..., aber mit den Nerven schon !

Endlich der Schlußakkord, der Beifall wird entgegengenommen, alles stürmt in den Vorraum, um die letzten Minuten des Fußballthrillers nicht zu versäumen! Noch ein Tor, Wahnsinn! Endstand 4:0 für Deutschland, Argentinien muss nach Hause fahren, wir kommen weiter! Und wir als Orchester machen weiter, die Filmmusiken sind an der Reihe.

Unser Erzähler für "Peter und der Wolf", Wolfgang Bahro, läßt es sich nicht nehmen zu jeder Filmusik eine Einführung zu geben. Erster Titel: "TITANIC" Zitat Wolfgang Bahro: "...daraus hören wir das Thema und dieses Thema widmen wir heute Argentinien!" Lautstarkes Gelächter!! Entspannt sitzen wir an unseren Pulten, spielen und genießen die Filmmusiken. Es ist immer noch unerträglich heiß, aber wir schaffen unser "Spiel"! Das Publikum bedankt sich mit reichlichem Applaus. Glücklich und erschöpft geht es ans Aufräumen und an die Heimfahrt. Was für ein Tag! Und morgen der Endspurt in der ASKA, aber ohne Fußballstress !

Am Sonntag treffen wir uns in der ASKA wieder. Dort ist es auch sehr warm, aber es ist nicht so schlimm wie in Spandau. Die Aula ist bis auf den letzten Platz besetzt. Heute spielen wir alles in der geplanten Reihenfolge: Erst die Filmmusiken, dann Peter und der Wolf. Alles geht gut, Wolfgang Bahro macht bei der TITANIC aus dem Eisberg einen Eisbär und erntet großes Gelächter.

Eine Besonderheit dieses Konzertes soll nicht unerwähnt bleiben. Kristin hatte tolle Bilder mit Scenen aus "Peter und der Wolf" gemahlt, Helmut hatte Bilder zu den Filmmusiken besorgt. Beide Serien wurden nun über einen Videoprojektor, immer passend zu der Musik, an eine Leinwand bzw. an die weiße Wand hinter der Bühne der ASKA projeziert. Helmut hatte die Technik zur Verfügung gestellt. Die Zuhörer fanden diese Idee super !

Das Orchester bedankt sich bei Wolfgang Bahro herzlich für seine Beiträge und Unerstützung. Nicht nur während der Konzerte sondern auch beim Griechen hat er uns oft zum Lachen gebracht! Jederzeit gerne wieder! Das Orchester bedankt sich außerdem herzlich bei der Gärtnerei Winter, Blumen- und Kranzbinderei, Berliner Damm 100 in 15831 Mahlow, die für den Blumenschmuck in der Aula gesorgt haben. Wir danken unserem Publikum und freuen uns, wenn es Ihnen auch gefallen hat.

Ein paar Bilder zu diesen Konzerten finden Sie in der Bildergalerie, etwas über unseren Erzähler hier. und den Flyer zu den Konzerten können Sie hier sehen.

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                           Ein Highlight im November: Das Brahms Requiem

Gleich nach den Sommerferien legten wir mit den Proben zum "Brahm´s" los. Die Probenzeit war nicht so lang wie gewünscht, denn die Aufführungen des Requiem waren bereits für den November vorgesehen. Mir ging es so, dass ich oftmals gerne eine längere Probe gehabt hätte, es war einfach sooo schön und ich konnte nicht genug bekommen! (Ich war auch nicht der Einzige, dem es so erging.) Mit Spannung erwarteten wir die erste gemeinsame Probe mit dem Chor aus dem Johannesstift. Was soll man sagen, es lief sehr gut und sowohl Chor als auch das Orchester lobten sich gegenseitig und schwelgten ob der schönen Klänge! Frank hat einige Fotos gemacht und mir überlassen! Vielen Dank dafür Frank!!! Die Bilder sind in der Bildergalerie zu sehen !

Am Sonntag, dem 7.November war es dann soweit. Anspielprobe um 15:30 Uhr in der Jesus-Christus-Kirche in Dahlem. Was für eine wunderbare Akkustik, aber diese Kirche wird ja auch nicht ohne Grund von vielen berühmten Orchestern und Ensemblen für Life-Aufnahmen benutzt! Bereits ab 16:00 Uhr begannen sich die Reihen mit Konzertbesuchern zu füllen. Es ist keine Übertreibung, wenn ich hier schreiben, dass es ab 16:30 Uhr schon schwierig war, zusammenhängende Plätze für fünf Leute zu finden! Ab 16:45 fand man nur noch mit großer Mühe ein Plätzchen, praktisch alles voll! Pünktlich um 17:00 Uhr begann das Konzert, mit vielen Kontrabässen, einer himmlischen Harfe, tollen Solisten, tollem Chor und Orchester sowie einem genialen Dirigenten! Es hat uns viel Freude gemacht, diese wunderschöne Musik zu spielen und das Publikum hat es uns gedankt.

Eine Woche später wiederholten wir das Konzert in der Grunewaldkirche. Auch diesmal war die Kirche bis auf den letzten Platz besetzt und es hat den Zuhörern und uns sehr gefallen.

Wann spielen wir denn das Requiem mal wieder? Alles klar, am 9. April 2011 um 17:00Uhr im Johannesstift in Spandau ! Siehe unter "Veranstaltungen". Das Orchester kann es kaum bis dahin erwarten !

Die Brahms-Requiem-Konzerte 2010 - ein Beitrag von Herrn Richter-Reichhelm lesen Sie hier.

 

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                                             Ein kleines Weihnachtskonzert

 

Nach all diesen wunderbaren Konzerten ist es natürlich nicht möglich, am 15. November sozusagen die laufende Saison abzuschließen ohne Weihnachtskonzert und außerdem würde vielen von uns ja das gemütliche Beisammensein nach dem Aska-Konzert in unserem Lieblingsrestaurant fehlen. Was liegt also näher als noch Einen (ein Konzert) draufzulegen.

Gesagt getan, an die Arbeit und fleißig bis zum dritten Advent geübt, um uns und die treue Fangemeinde mit einem Extrakonzert zu belohnen.
So spielten wir also am 3. Advent unser Konzert mit solistischen Schwerpunkten für Flöte, Violine und Violoncelleo, welches unsere Solisten, alle aus unseren eigenen Reihen, aber auch das Orchester ganz prima machten.

Besonders hervorzuheben ist aber auch der Beitrag unserer zweiten Violinen, hatten sie sich doch während der Proben (und selbst für die Flyerproduktion!) hartnäckig geweigert, Details zu ihrem Vortrag bekanntzugeben! Lediglich „etwas von Mozart....“ war aus ihnen herauszubekommen. Diese „Verweigerung“ öffnete natürlich Tür und Tor für die wildesten Spekulationen! Was kann das nur sein? Gibt´s ja gar nicht, von Mozart und nur mit Violinen besetzt?! Und wenn es so etwas geben sollte, es kann ja gar nicht klingen! (Ohne Bassgruppe!) Erst zum Konzert wurde das Geheimniss gelüftet: Nur die zweiten Violinen auf der Bühne. Jilian erhebt sich und fängt an „Bourreé für 2. Violine“ gesanglich darzustellen. Nach und nach fallen alle anderen ebenfalls nur gesanglich ein, und siehe da, das gibt’s ja doch! Ganz wunderbar gemacht ihr Lieben, ihr wurdet mit großem Beifall und lauten Pfiffen belohnt! Was für ein toller Gruppenzusammenhalt !

Uff, geschafft, ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu und das Bierchen wartet bereits auf uns ! Tschüss, bis zum nächsten Jahr, mit großem Dank für unsere Fans, die Sponsoren und Unterstützer und sonstigen Wohlgesonnenen sowie den Orchestermitgliedern!

 

 

 

 

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